Prüfungsfragen

In deiner praktischen Prüfung stellt der Prüfer bevor es losgeht, oftmals 2-3 Fragen und Aufgaben zum Auto (fahrtechnische Vorbereitung). In der folgenden Liste siehst du einige solcher Fragen und Aufgaben mit den passenden Lösungsansätzen (Frage anklicken und aufklappen), die in der Vergangenheit gestellt wurden und immer wieder mal abgefragt werden. Sie es als gute Möglichkeit, um von Anfang an einen guten Eindruck beim Prüfer zu hinterlassen.


Wie hoch ist die Mindestprofiltiefe an Reifen und wie kann man dies erkennen?

1,6 mm zu erkennen am TWI-Steg

Welche Flüssigkeiten gibt es im Motorraum?

Öl, Kühlflüssigkeit, Wischwasser, Bremsflüssigkeit (bei BMW X2 nicht sichtbar)

Welche Lampenfarben gibt es am Fahrzeugheck?

Rot: Bremslicht, Nebelschlussleuchte, Schlusslicht

Gelb: Blinker

Weiß: Rückfahrscheinwerfer, Kennzeichenbeleuchtung

Testen Sie die Funktion der Betriebs- und Feststellbremse

Betriebsbremse: Mit geringer Geschwindigkeit anfahren und dann das Bremspedal treten. Wie wird das Auto langsamer und bleibt stehen ohne zu einer Seite zu ziehen, ist die Betriebsbremse funktionstüchtig. Wichtig: beim Anfahren Umfeldbeobachtung und beim anhalten mit Schaltgetriebe wieder die Kupplung treten.

Feststellbremse: Knopf der Feststellbremse angezogen halten und kurz dagegen anfahren. Wird das Auto durch die Feststellbremse gehalten, ist diese funktionstüchtig. Wichtig: normalerweise löst das Auto die Feststellbremse automatisch, sobald man angeschnallt ist und losfährt. Um das automatische Lösen der Feststellbremse zu verhindern, muss man während des Anfahrversuchs die Taste nach oben gezogen halten. Nur kurz dagegen fahren um zu testen, dass das Auto tatsächlich gehalten wird, dann sofort vom Gas und Kupplung rein treten.

Nebelschlussleuchte – Einschalten, Kontrolllampe, Voraussetzungen

Zunächst Zündung einschalten, Taste für die Nebelschlussleuchte drücken. Es erscheint eine orange-gelbe Kontrollleuchte im Kombiinstrument. Voraussetzung: Sichtbehinderung nur durch Nebel und eine Sichtweite von unter 50 m. Er erlaubte Höchstgeschwindigkeit dann nur noch 50 km/h.

Fernlicht – Einschalten, Kontrolllampe, Voraussetzung

Zunächst Zündung einschalten. Da sich das Fernlicht als Upgrade zum Abblendlicht versteht, muss zunächst das Abblendlicht tatsächlich leuchten. Am sichersten ist es am runden Lichtschalter, das Abblendlicht manuell einzuschalten und dann den Blinkerhebel von dir weg Richtung Armaturenbrett zu drücken. Dann leuchtet das Fernlicht dauerhaft und zeigt eine blaue Kontrollleuchte im Kombiinstrument an. Das Fernlicht darf nur dann eingeschaltet werden, wenn niemand geblendet wird und innerorts gerade keine durchgängige Straßenbeleuchtung vorhanden ist. Wichtig: nicht einfach den Blinkerhebel zu dir ziehen, da das nur die Lichthupe ist und diese nur so lange leuchtet, wie du den Hebel zu dir gezogen hältst. Das Fernlicht rastet ein und leuchtet dauerhaft.

In dieser Schalterposition wird bei Tageslicht das Abblendlicht wahrscheinlich nicht leuchten. Daher den Lichtschalter zunächst ganz nach rechts drehen um das Abblendlicht manuell einzuschalten.
Motorölstand messen

Auto ebenerdig abstellen und Motor ausschalten. Kurz warten, damit sich das Öl in der Ölwanne sammeln kann. Messstab herausziehen und die Spitze mit einem Tuch sauber wischen. Dann den Messstab vollständig einführen und wieder herausziehen. Idealerweise ist nur die untere Messspitze mit Öl feucht und der obere Teil trocken. Zuviel Öl schadet dem Freilaufen des Motors und kann zur Schaumbildung führen, zu wenig Öl kann zur Zerstörung des Motors führen.

Rückstrahler anzeigen

Rückstrahler ist ein anderes Wort für Reflektor oder Katzenaugen. Diese haben keine eigene Leuchtkraft, sondern strahlen bloß zurück, wenn diese angeleuchtet werden, vergleichbar mit Reflektoren am Fahrrad. Rückstrahler sind meist etwas tiefer als die Rückleuchten angebracht. Oft sind sie als kleine Reflektorstreifen in die Stoßstange eingelassen.

Rückstrahler hier links und rechts auf der Höhe des Schriftzuges www.heartdrive.de
Was kann man vor der Fahrt an den Rädern und Reifen kontrollieren?

Luftdruck: Der durchschnittliche Luftdruck liegt bei ca. 2,5 bar. Genauer kann man dies am Aufkleber in der Fahrertür, bei manchen Autos am Aufkleber im Tankdeckel ablesen. In der Bedienungsanleitung stehen auch diese Angaben.

Äußere Beschädigungen/Abnutzung: Risse in der Wand, Schrauben in der Lauffläche etc.

Mindestprofiltiefe: siehe Frage zur Mindesprofiltiefe

Winterreifen: Zu erkennen am Alpin-Symbol (Berg mit Eiskristall drin) oder an der Bezeichnung M+S. Bei Sommerreifen fehlt dies einfach.

Vorhandensein der Ventilkappe

Vorhandensein aller Radschrauben

Woran erkennt man, dass kein Wischwasser mehr im Behälter ist?

An einer Kontrollleuchte im Kombiinstrument oder beim Betätigen der Waschfunktion kommt nichts mehr raus 😉 (ja, das wurde wirklich so gefragt)

Was muss man beim Ölwechsel beachten?

Nicht zu viel und nicht zu wenig Öl einfüllen. Das richtige Öl nach Handbuch verwenden. Ölfilter wechseln. Es gibt verschiedene Ölsorten mit unterschiedlichen Fließeigenschaften (Viskosität) bei Kälte und Wärme. Die Fließeigenschaften werden in sogenannten SAE-Klassen eingeteilt, deren Bedeutung anhand einer Tabelle zu entnehmen ist. Gängig ist das Motoröl mit den Eigenschaften 5W-30.

Aus was besteht die Kühlflüssigkeit?

Wasser (am besten destilliertes Wasser) und Frostschutz. Sonst könnte das im Winter gefrierende Wasser den Kühlkreislauf beschädigen.

An was müssen Sie an einer Unfallstelle oder auch am Stauende denken?

Es ist wichtig andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Warnblinker setzen!